33. Solothurner Literaturtage 2011 Die Literaturtage fanden dieses Jahr vom 03.-05. Juni 2011 in der schönen Solothurner Altstadt statt, welche von Alain Claude Sulzer und Jens Steiner durch je eine Lesung eröffnet wurden. Die 33. Literaturtage lockten mit rund 70 Autorinnen und Autoren aus aller Welt über 12500 literaturinteressierte Besucher an. Die über 100 Veranstaltungen während den drei Tagen erwiesen sich als ein voller Erfolg, da es zu einem Besucherrekord gekommen ist."Fakten und Fiktion" war das diesjährige Motto der Solothurner Literaturtage. Am Freitagmittag bemerkte man schnell, dass in den Gassen von Solothurn erstaunlich viel los war. Vorallem bei der Cafébar Landhaus tummelten sich viele Menschen. Manche tranken Kaffee und unterhielten sich über die Literatur, andere genossen die Sonne oder gingen richtung Landhaus um sich die anstehenden Lesungen anzuhören. [bearbeiten] Die Autorinnen [bearbeiten] Vorlesung von Eva Menasse Lässliche Todsünden Eva Menasse wurde am 11. Mai 1970 in Wien, Österreich geboren und wuchs in einer Familie mit jüdischen und christlichen Vorfahren auf. Sie besuchte in Wien die Schule und studierte Germanistik und Geschichte an der Universität Wien. Zuerst arbeitete sie als Journalistin bei einem Wiener Wochenmagazin. Danach wechselte sie als Redakteurin und Wien-Korrespondentin zur "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Das erste Buch von Eva Menasse wurde 2000 veröffentlicht, darauf folgte ihr erster Roman Vienna, welcher 2005 erschien und in Solothurn stellte sie ihre Erzählungen von ihrem Buch Lässliche Todsünden vor. Zurzeit schreibt sie an einem neuen Buch. Der grosse Saal im ersten Stock des Landhauses hat viele Besucher angezogen. Alle hören der sympathischen und humorvollen Wienerin, welche heute in Berlin lebt, sich jedoch noch nicht wie eine Berlinerin fühlt, zu. Mit ihrer offenen Art hat sie die Zuhörer gefesselt und begeistert. Über die 7 Todsünden Gefrässigkeit, Wollust, Hochmut und Zorn, Neid und Habgier schrieb sie in ihrem Buch jeweils eine Erzählung. Sie las dem Publikum eine kurze Kostprobe aus dem Buch über die schwerste Todsünde, die Geschichte Hochmut, vor. Der erste Teil verlief etwas ernster, während die zweite Erzählung über die Wollust das Publikum auflockerte und von jedem ein Lächeln zu hören war. Bei der Wollust handelte es sich um ein Liebespaar, welches die Kompliziertheiten der Sexualität vermeiden wollten, wobei sich der Mann zum Pfleger und die Frau zur Kranken macht. In ihren Geschichten kommen Dialoge und Menschen vor, welche sie irgendwo und irgendwann gesehen oder gehört hat. Diese Eindrücke notiert sie sich und die Brauchbaren ändert sie so ab, damit sie in ihren Geschichten einbezogen werden können. Oft kommt es vor, dass sich Menschen in ihren Geschichten wiederfinden. [bearbeiten] Vorlesung von Dragica Rajčić Warten auf Broch Dragica Rajčić ist am 1. April 1959 geboren und wuchs in Kroatien auf. Noch im Gymnasium veröffentlichte sie Gedichte und Kurzprosa. Sie kam auf Umwegen über Australien und Deutschland in die Schweiz, wo sie begann Texte in deutscher Sprache zu schreiben. Mit dem Buch Warten auf Broch begann sie sich 2002 zu befassen. Als sie eine Artikel über Hermann Broch las, welcher sie schockierte, fasste sie den Entschluss sich vertieft mit diesem Mann zu beschäftigen. Sie gab ihr Buch zum veröffentlichen in den selben Verlag, in dem Broch auch Bücher veröffentlichte. An den Solothurner Literaturtagen hatte sie ihre Buchpremiere. Die Textausschnitte, welche sie dem Publikum vorlas, waren schwer zu verstehen. Einerseits wegen ihrer etwas schwerverständlichen deutschen Aussprache, anderseits war der Inhalt für manche Leute unverständlich. [bearbeiten] Links Quellen http://www.drs.ch/www/de/drs/themen/wissen/kultur-religion/272581.solothurn-2011-literatur-und-radio-live.html http://www.solothurnerzeitung.ch/solothurn/besucherrekord-an-den-solothurner-literaturtagen-109153030 http://www.perlentaucher.de/buch/32629.html http://www.munzinger.de/search/portrait/Eva+Menasse/0/25311.html http://www.culturactif.ch/ecrivains/rajcic.htm Links Solothurner Literaturtage Eva Menasse Dragica Rajčić zurück zur Gruppenseite zurück zur Klassenseite